Der Beweis (Definition)

Tatsachen oder Erfahrungssätze, die in der Hauptverhandlung zu der Überzeugung des Gerichts führen müssen, dass eine Behauptung wahr oder unwahr ist und sich ein bestimmtes Geschehen ohne vernünftigen Zweifel so und nicht anders zugetragen hat.

Demzufolge heißt "Beweisen",
dem beurteilenden Gericht einen Sachverhalt so darzustellen, dass ein vernünftiger Zweifel an dem angenommenen Tatgeschehen nicht möglich ist.

In der Hauptverhandlung im Strafverfahren kommen für den Strengbeweis nur Einlassung und Geständnis des Angeklagten (Beschuldigter), des Zeugen, des Sachverständige, der Augenschein und Urkunden in Frage.

Der Strengbeweis ist dort für die Feststellung der Tatsachen, die die Schuld- und Straffrage betreffen, vorgeschrieben.
Das der Hauptverhandlung vorausgehende Ermittlungs- und Zwischenverfahren wird mit dem Freibeweis geführt.

Beweisen ist Aufgabe der Prozessbeteiligten
  • Staatsanwalt
  • Verteidiger
Die Aufgabe der Polizei besteht nur in einer Hilfsfunktion beim Beschaffen geeigneter Beweismittel für die Staatsanwaltschaft.

"Einziges Mittel, um das Gericht im Prozess von einer bestrittenen Tatsache zu überzeugen. Je nach dem Stand des Verfahrens muss in der Überzeugung des Gerichts ein unterschiedlicher Grad erreicht werden (Beweisrichtung):

Hauptbeweis: Der Hauptbeweis obliegt der beweisbelasteten Partei und soll die Tatbestandsmerkmale der anzuwendenden Norm liefern. Dies kann ein Anspruch, aber auch ein Gegenrecht sein. Durch den Hauptbeweis muss das Gericht von der Wahrheit überzeugt werden.

Gegenbeweis: Der Gegenbeweis obliegt der nicht beweisbelasteten Partei. Durch ihn sollen die Tatsachen des Hauptbeweises widerlegt werden. Dazu reicht es aus, dass die bestehende Überzeugung des Gerichts erschüttert wird.

Beweis des Gegenteils: Der Beweis des Gegenteils ist eine Unterart des Hauptbeweises. Er ist anzuwenden, wenn für ein Tatbestandsmerkmal eine gesetzliche Vermutung spricht. Mit dem Beweis des Gegenteils soll das Gericht davon überzeugt werden, dass das vermutete Tatbestandsmerkmal nicht vorliegt. Zur Beweisführung ist die volle Überzeugung des Gerichts von dem Gegenteil der gesetzlichen Vermutung notwendig, eine bloße Erschütterung ist nicht ausreichend."