Das Schengener Informationssystem

  • Sach- und Personenfahndungssystem, das die durch den Wegfall der Binnengrenzkontrollen im Schengen-Raum entstandenen Lücken kompensieren soll
  • nichtöffentliche Datenbank, in der Personen und Sachen im Schengen-Raum zur Fahndung ausgeschrieben werden
  • Zugriffsberechtigt sind Sicherheitsbehörden in Schengen-Ländern
  • ein Zentralrechner in Straßburg und zur Zeit 15 nationale Systeme
  • jeder Schengen-Staat unterhält eine nationale Eingangsstelle, von der Zusatzinformationen angefordert werden können (SIRENE)(Supplementary Information REquest at National Entry)
Lesen Sie mehr über das SIS

"Das Schengener Informationssystem (SIS) ist das Kernstück der Ausgleichsmaßnahmen für den Wegfall der Binnengrenzkontrollen zwischen den Schengener Staaten. Das SIS ist eine dialoggesteuerte komplexe Datenbankanwendung zur Bereitstellung und Verwaltung von Datensätzen zur polizeilichen Fahndung nach Personen und Sachen gemäß dem Schengener Durchführungsübereinkommen. Die zentrale technische Unterstützungseinheit des SIS, das sogenannte C.SIS in Straßburg (Frankreich), bildet die zentrale Verbindungsstelle zu den nationalen Teilen in den Schengener Staaten, den sogenannten N.SIS. Derzeit sind fünfzehn Schengen-Staaten angeschlossen. Die Vorbereitungen zur Aufnahme des Wirkbetriebs des SIS im Vereinigten Königreich und in Irland haben begonnen.


Die umfangreichen Erfahrungen bei der Nutzung des SIS, das seit 1995 im Betrieb ist, müssen in ein SIS der zweiten Generation einfließen (SIS II). Ebenso muss das System an die wachsenden Anforderungen bei der Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität, des internationalen Terrorismus und der illegalen Zuwanderung angepasst werden. Damit wird zugleich eine inhaltliche Fortentwicklung der polizeilichen Fahndung in Europa ermöglicht. Das Projekt SIS II befindet sich derzeit in der Planungsphase. Es ist vorgesehen, die neunen EU-Staaten in Mittel- und Osteuropa an das SIS II anzuschließen, so dass im Ergebnis ein einheitlicher polizeilicher Fahndungsraum in ganz Europa geschaffen wird."

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