Die Tätermerkmale aus kriminalistischer Sicht

  • Täterwissen
  • Motiv
  • Äußerer Merkmale
  • Opferbeziehung
  • Tatortbeziehung
  • Tatortkenntnis
  • Spuren
  • Tatmittel
  • Fähigkeiten
  • Individuelle Merkmale
  • Modus operandi
  • Kein Alibi

Die Arten der Beteiligung an einer Straftat

Unser Strafrecht verwendet für eine Person, die an einer Straftat mitwirkt, den Oberbegriff
„Beteiligter“ und kennt als Beteiligungsformen den „Täter“ und den „Teilnehmer“.

Lesen Sie die Legaldefinition in § 28 II!

Die Täterschaft gibt es in drei Formen:
Selbstbegehung (§ 25 I Alt. 1; genannt „unmittelbareTäterschaft“),
Begehung durch einen anderen (§ 25 I Alt. 2; genannt „mittelbare Täterschaft“)
und mittäterschaftliche Begehung der Straftat (§ 25 II; genannt „Mittäterschaft“).

Die Teilnahme gibt es in zwei Formen:
Anstiftung (§ 26) und Beihilfe (§ 27).

Die Unterscheidung von Täterschaft und Teilnahme sowie die Unterscheidung von Anstiftung
und Beihilfe gibt es nur bei Vorsatzdelikten.

Bei Fahrlässigkeitsdelikten gibt es nach der Konzeption des StGB nur Täter, keine Teilnehmer. Das lässt sich den §§ 26 und 27 entnehmen, die nur vorsätzliche Teilnahmehandlungen an vorsätzlichen Taten anderer erfassen.

Ob es bei fahrlässigen Taten immerhin die drei Täterschaftsformen gibt, ist umstritten.

Beteiligte (Täter oder Teilnehmer)

§ 28 II StGB 

"(2) Bestimmt das Gesetz, daß besondere persönliche Merkmale die Strafe schärfen, mildern oder ausschließen, so gilt das nur für den Beteiligten (Täter oder Teilnehmer), bei dem sie vorliegen. "

Täter (Alleintäter und Mittäter)

§ 25 StGB

(1) Als Täter wird bestraft, wer die Straftat selbst oder durch einen anderen begeht. (Alleintäter)

Der Alleintäter handelt nunmehr selbst (unmittelbar) oder durch einen anderen (mittelbar)

(2) Begehen mehrere die Straftat gemeinschaftlich, so wird jeder als Täter bestraft (Mittäter).

Teilnehmer

§ 28 II StGB 

§ 26 StGB Anstifter

§ 27 StGB Gehilfe